Seiten Sardiniens

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Seiten Sardiniens

Eine Reise in Städte und Dörfer, die Schauplätze von Geschichten, Anregungen, Alltagsleben und Erinnerungen an die Vergangenheit sind und von großen Autoren der Insel erzählt werden (ph. Libro Cucito, Kunstwerk von Maria Lai)
Insel der tausend Gesichter

Viele vermitteln sie in ihren Erzählungen als außerhalb von Zeit und Raum stehend. Sardinien bot und bietet immer wieder Anhaltspunkte und Kulissen für fesselnde Geschichten. Mythen, Legenden und Traditionen kreuzen sich mit Geschichte und aktuellen Ereignissen. Manchmal an bestimmten Orten, oft in imaginären Dörfern, auch wenn sie leicht auf reale Orte zurückzuführen sind. Sergio Atzeni, Giuseppe Dessì, Michela Murgia, Salvatore Satta, Grazia Deledda und Enrico Costa sind mit ihren Worten, die in den Klassikern der Literatur Sardiniens unsterblich geworden sind, die Wegbereiter dieser Reise.

Cagliari

Urbane Szenarien, Stadtviertel voller Widersprüche, Vitalität und originelle Figuren. Sergio Atzeni beobachtet die Hauptstadt mit den nüchternen Augen zweier junger Mädchen und den unruhigen Augen eines jungen Mannes. Auf den Seiten von „Bellas Mariposas“ und „Il quinto passo è l'addio“ (Der fünfte Schritt ist der Abschied) sind die Straßen der Hauptstadt die Bühne, auf der die Schauspieler auftreten und die Grenze zwischen realer und fantastischer Welt überschreiten.
Cagliari veduta dal mare
Cagliari
Die Hauptstadt Sardiniens ist Inbegriff mediterraner Atmosphäre und bietet all das, was Sie von einem Urlaub erwarten: Geschichte und Kunst, Meer...

Villacidro

Ein Epos der Kontraste: zwischen Alt und Neu, zwischen Insel und „Kontinent“, zwischen öffentlichen Ansprüchen und privaten Dramen. In einer imaginären Gemeinde - die in Wirklichkeit am Fuße des Monte Linas liegt und in der sich einige der schönsten Naturschätze der Insel befinden - siedelt Giuseppe Dessì „Paese d'Ombre“ (Dorf der Schatten) an, eine spannende Geschichte über Wachstum und Erwachsenwerden. Beim Lesen des Buches und Schlendern durch das Dorf, könnte Ihnen der eine oder andere Ausblick oder Bau bekannt vorkommen...
Veduta - Villacidro
Villacidro
ein altes Dorf, das in den Wäldern am Fuße des Monte Linas eingebettet ist

Cabras

Der Kurzroman „L’Incontro“ (Die Begegnung), handelt von Kindern in einem „Urlaubsdorf“, in dem die Zeit nicht zu vergehen und die Welt sich nicht zu verändern scheint. Es sei denn, ein äußerer Faktor taucht auf und zerschlägt einen Panzer, der unzerstörbar schien. In Crabas, d.h. Cabras - dem Geburtsort von Michela Murgia, nur unweit von schönen Stränden und berühmten archäologischen Stätten entfernt - können die gestörten Gleichgewichte, wenn auch mühsam, wiederhergestellt werden. Manchmal dank der Unschuld der Jüngsten.
Cabras
Cabras
An der zentralwestlichen Küste Sardiniens stößt man auf einen Ort, der seit Jahrtausenden bewohnt und das Herzstück der wunderschönen Sinis...

Nuoro

Die Hauptstadt der Barbagia war schon immer die „Summe“ mehrerer Seelen, die ihre malerischen Viertel besitzen, von denen jedes seinen eigenen Charakter hat. Salvatore Sattas „Il giorno del giudizio“ (Der Tag des Gerichts) ist ein außergewöhnlicher Einblick in das Stadtleben von Nuoro zwischen Ende des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, dessen Straßen und Orte noch heute erkennbar sind. Nach der Lektüre kann man sich seine Figuren auf dem Corso oder mit Blick auf den Monte Ortobene vorstellen.
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Nuoro
Diese einwohnerreichste Stadt der Barbagia hat viel an Tradition und Kultur zu bieten. Museen ebenso wie Kunstzentren sind hier eingebettet in...

Galtellì

Von der Welt, die Grazia Deledda in „Canne al vento“ (Schilf im Wind) erzählt, sind nur noch wenige Anklänge übrig geblieben, vielleicht, der Legende nach, die Geister, die das Schloss Pontes bewohnen sollen. Man kann jedoch die Atmosphäre auf den stillen Wegen der Umgebung, in den Kirchen, bei den kirchlichen Festen und bei der Auseinandersetzung mit den Traditionen eines Dorfes wahrnehmen, das als starkes Verbindungsglied zwischen Vergangenheit und Zukunft dient.
Monte Tuttavista - Galtellì
Galtellì
Ein mittelalterliches Dorf in der Baronìa, im zentralöstlichen Teil Sardiniens, aus Stein gebaut, authentisch, faszinierend und außerordentlich fromm

Aggius

Einige Protagonisten der „Kriminalchroniken“ des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sind „mythische“ Figuren geworden. In Aggius ist dem Banditentum sogar ein eigenes Museum gewidmet. In „Il Muto di Gallura“ (Der Stumme der Gallura) erzählt Enrico Costa die Geschichte einer realen Figur und skizziert dabei Gedanken, Bräuche und Codes, die sich in der Gesellschaft jener Zeit herauskristallisiert haben. Im Hintergrund Granit, mediterrane Macchia, Siedlungen und die Stille der Täler der Gallura.
Veduta di Aggius
Aggius
In der tiefsten und intimsten Gallura liegt ein kleines charakteristisches Dorf, das sich durch die Bewahrung und Aufwertung atavistischer...